Im Rahmen der insgesamt recht kurzen Tagesordnung beschloss der Bauausschuss unter anderem die nächsten Schritte im Verfahren des vorhabenbezogenen Bebauungsplans am Höglweg und bei der Digitalisierung des Flächennutzungsplans der Stadt Haar.
Viele Einzelabstimmungen, große Einigkeit
Zunächst stand die Würdigung der eingegangenen Stellungnahmen nach § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 34 für eine Freiland PV-Anlage südlich von Salmdorf an. Der Bauausschuss hatte in seiner Sitzung vom 23.09.2025 (nachzulesen hier: Kommt nun die Ortsumfahrung Ottendichl?) die erste Planung für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan freigegeben. Im Oktober und November 2025 erfolgte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange. 20 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange gaben daraufhin Stellungnahmen ab. Die Ausschussmitglieder gingen diese einzeln durch und stimmten insgesamt 63 Mal über die jeweiligen Stellungnahmen die darin enthaltenen Teilaspekte ab. Alle Abstimmungen fielen einstimmig aus, ebenso am Ende der Diskussion auch der Billigungs- und Auslegungsbeschluss. Nun werden die Unterlagen für die kommenden Verfahrensschritte freigegeben und die Verwaltung wird einen Durchführungsvertrag entwerfen.
Flächennutzungsplan wird digitalisiert
Auch bei der 40. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Haar geht es in den nächsten Verfahrensschritt. Ziel ist hier, den Flächennutzungsplan in seiner Gänze rechtswirksam zu digitalisieren. Dazu müssen sämtliche Änderungen, die im Laufe der Jahre und Jahrzehnte beschlossen wurden, integriert und dann am Ende in der Gesamtheit beschlossen werden. Der Bauausschuss hatte in seiner Sitzung vom 13.05.2025 (nachzulesen hier: Digitalisierung des Flächennutzungsplans kommt voran) den Entwurf für die 40. Flächennutzungsplanänderung (Digitalisierung) für die öffentliche Auslegung freigegeben. Diese sowie Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange konnten sich im Juli und August 2025 äußern und Stellungnahmen abgeben. 15 Stellungnahmen gingen ein, über die der Ausschuss nun beriet. Alle Beschlüsse, 17 an der Zahl, fielen auch hier einstimmig aus. Die Verwaltung wird nun das Verfahren gemäß der einschlägigen Paragraphen aus dem Baugesetzbuch weiterführen.
Im Bericht des Bürgermeisters fanden sich diesmal drei Themen. Die Anfrage von Stadtrat Peter Siemsen, behandelt unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ ist hier aus Gründen der Übersichtlichkeit mit angeführt.
Sanierungsarbeiten im AWO-Kindergarten Pusteblume
In dem provisorischen Kindergarten an der Rechnerstraße haben Sanierungsarbeiten begonnen: Das Dach wird dicht gemacht und der Boden in den Containern erneuert. Anfang März wurden die Dachmaterialien geliefert und das Absturzgerüst aufgebaut. Die Dachdeckerarbeiten haben am 9. März begonnen. In den Pfingstferien folgen die Bodenlegearbeiten und die Überarbeitung der Decken durch den Maler in den zwei Gruppenräumen und Nebenräumen.
Bushaltestelle an der neuen ALDI-Filiale bekommt ein Wartehäuschen
Stadträtin Vater hatte im Februar den Bau eines Buswartehäuschens an der Haltestelle am neuen ALDI an der Leibstraße Ecke Vockestraße angeregt. Nach Rücksprache mit dem Planungsbüro und der ausführenden Baufirma vor Ort steht fest, dass die Positionierung eines Wartehäuschens möglich ist. Die Platzverhältnisse sind aber so beschränkt, dass wir eine schmale Variante umsetzen müssen. Zudem verlaufen unter dem Standort Leitungen der Telekom, von Pyur und weiteren Anbietern, auf die Rücksicht genommen werden muss. Die Stadt Haar wird bis Ende des Jahres dort ein Bushäuschen errichten.
Mehr Halteverbote in der Gartenstraße?
Stadtrat Peter Siemsen hatte einen Antrag gestellt auf die Ausweitung des Winter-Halteverbots in der Gartenstraße auf das gesamte Jahr und entsprechende Fotos übermittelt, die beengte Verhältnisse auf der Straße zeigen. Die Verwaltung stellte dazu fest, dass sich bislang weder die Feuerwehr noch die Entsorger über eine enge Situation in der Straße beschwert haben. Die Beibehaltung des Winterhalteverbots würde den Wegfall von 15 Parkplätzen bedeuten, die den Anwohnern und ihren Besuchern fehlen würden. Zudem animieren freie Straßen mitunter Verkehrsteilnehmer, schnell zu fahren. Auch die Lösung, Parkplätze versetzt anzuordnen, hat Nachteile – der Winterdienst kann dann entsprechend schlechter arbeiten. Die Mitglieder des Bauausschusses beauftragten die örtliche Straßenverkehrsbehörde, sich mit dem Thema nochmal vertieft auseinanderzusetzen. Des Weiteren standen noch vier Bauanträge und eine Voranfrage auf der Tagesordnung des Ausschusses.
Und so geht es weiter im Sitzungskalender: Am Dienstag, 24.03. tagt der Stadtrat der Stadt Haar. Wie immer ab 19 Uhr im Sitzungsaal des Rathauses. Ich freue mich auf Ihren Besuch!