
Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Stadtrats in alter Zusammensetzung standen die Würdigungen der sieben ausscheidenden Stadträte. Aber auch das kommende Gewerbegebiet an der Finckwiese war auf der Tagesordnung.
S-Bahn: 10 Minuten-Takt auch 2027
Im Bericht des Bürgermeisters war die Presseberichterstattung des Münchner Merkurs und der SZ über mögliche Angebotskürzungen des S-Bahn- und Regionalzugangebots zwischen Haar und Trudering ein Thema. Die Verwaltung hatte daraufhin bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) nachgefragt, ob der 10-Minuten-Takt montags bis freitags zwischen circa 6 und 19 Uhr zur Disposition steht. Mit einer erfreulichen Antwort: die verlängerten Fahrten der S4 nach Haar bleiben auch im Fahrplanjahr 2027 bestehen! Die Rücknahme dieser Linie nach Trudering sei bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Allerdings ändert sich das Angebot zwischen Zorneding und Ebersberg: Die Verstärkerfahrten der S4 im Berufsverkehr enden künftig grundsätzlich in Zorneding. Die S6 wird im 20-Minuten-Takt die weitere Strecke bis Ebersberg bedienen.
Rahmenplan als Grundlage für Gewerbegebiet „Finckwiese“ beschlossen
Weiter ging’s mit einem wichtigen Beschluss zur Planung des kommenden Gewerbegebiets an der „Finckwiese“: Der Stadtrat nahm mit einer deutlichen Mehrheit von 22 zu 7 Stimmen (dagegen stimmte die Fraktion der SPD) den städtebaulichen Rahmenplan für das Gewerbegebiet südlich der Wasserburger Straße zur Kenntnis und beschloss, diesen dem Bebauungsplan Nr. 213 zugrunde zu legen.
Hintergrund: Der Stadtrat hatte mit Beschluss vom 29.04.2025 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 213 „Gewerbegebiet südlich der Wasserburger Straße/östlich der Grasbrunner Straße“ gefasst. Ein städtebaulicher Rahmen- und Strukturplan sollte Aufschluss über die Eckpunkte der städtebaulichen Entwicklung geben, welche der Bauleitplanung zugrunde gelegt werden sollen. Mit der Ausarbeitung des Rahmenplans wurden die Fachbüros 03 Architekten GmbH und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH beauftragt (Beschluss des Bauausschusses vom 23.09.2025). Der Stadtrat von Haar hat sich in daraufhin in Workshopsitzungen mit den Planungsüberlegungen befasst. Die Ergebnisse wurden in der öffentlichen Sitzung des Stadtrats am 16.12.2025 präsentiert und in einem öffentlichen Bürgerworkshop am 29.01.2026 ausführlich erläutert. Dabei konnten auch Anregungen eingebracht werden. Die eingebrachten Anregungen wurden von den Planern und der Verwaltung gesichtet und gewürdigt. Der vorliegende Rahmenplanentwurf bildet nun die Grundlage für die weitere Bauleitplanung und fließt in die Erarbeitung eines rechtskräftigen Bebauungsplans ein.
Hinweis: Alle öffentlichen Dokumente dazu – und auch die weiteren umfangreichen Unterlagen, Berichte und Informationen zu dieser Sitzung – können Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Haar hier kostenlos herunterladenRatsinformationssystem der Stadt Haar hier kostenlos herunterladen
Jahresrechnung, Kommunaler Wohnungsbau und Beteiligungen auf der Tagesordnung
Mit den Tagesordnungspunkten sieben und acht stellte der Stadtrat jeweils einstimmig die Jahresrechnung 2024 der Stadt Haar fest, verzichtete auf haushaltsrechtliche Einwendungen und erklärte sich mit der Abwicklung der Finanzwirtschaft des Haushaltsjahrs 2024 einverstanden.
Danach berichtete Günter Rudolf, Verwaltungsratsvorsitzender des Kommunalunternehmens Wohnungsbau Haar über wichtige Angelegenheiten des Unternehmens. Vorgetragen wurden unter anderem der Jahresabschluss 2024 sowie der kaufmännische und technische Sachstandsbericht: „Sowohl die Erlöse als auch die Aufwendungen bewegen sich im Rahmen der geplanten Größenordnungen. Die Entwicklung der Bewirtschaftungskosten und des sonstigen betrieblichen Aufwands wird der Vorstand weiter beobachten und ggf. auf fortschreitende Kostenüberschreitungen reagieren. Die Entwicklung der Liquidität ist bisher auch zufriedenstellend, sie entspricht im Wesentlichen den Erwartungen des Vorstands. Derzeit sind keine neue Bauprojekte geplant. Für die vorhanden Wohnanlagen läuft der normale Unterhaltsbetrieb“, war unter anderem den Ausführungen zu entnehmen. Der Stadtrat nahm den Bericht zur Kenntnis.
Ohne weitere Nachfragen nahm der Stadtrat danach ebenfalls den Beteiligungsbericht über die gemeindlichen Unternehmen 2024 zur Kenntnis und gab ihn einstimmig zur öffentlichen Bekanntmachung frei. Im Jahre 2024 war die Stadt Haar, damals noch Gemeinde Haar, mit folgenden Anteilen beteiligt:
- 100 % an der Dienstleistungsgesellschaft Haar GmbH (DLH)
- 100 % über die DLH mittelbar an den Gemeindewerken Haar GmbH (GWH)
- 50 % über die GWH mittelbar an der Gasversorgung Haar GmbH (GVH)
- 50 % über die GWH mittelbar an der Stromversorgung Haar GmbH (SVH)
- 67 % über die GWH mittelbar an der Wasserfördergesellschaft Haar und Putzbrunn (WHP)
- 7,51 % über die GWH mittelbar an der Windpark Schauenstein GmbH & Co. KG
- 100 % an der Maria-Stadler-Haus gGmbH (MSH)
- 20 % am Geothermieprojekt GeoEnergieMünchenOst GmbH & Co. KG. (GEMO)
Darüber ist auch das Kommunalunternehmen Wohnungsbau Haar (KWH) Bestandteil des Beteiligungsberichts, auch wenn es sich um ein Unternehmen in der Rechtsform der Anstalt des öffentlichen Rechts handelt. Der Eigenbetrieb Entwässerung Haar als öffentlicher Betrieb ohne eigene Rechtspersönlichkeit ist von der Berichtspflicht nicht betroffen.
Standing Ovations für Traudl Vater
Schließlich hieß es Abschied nehmen: Sieben Stadträte werden dem neugewählten Stadtrat nicht mehr angehören und wurden in ihrer letzten Sitzung gewürdigt.
Wie ich finde, sind die sechs Jahre seit meiner ersten Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2020 wie im Flug vergangen. Wir hatten durch die Corona-Pandemie keinen leichten Start, durften dann aber auch gemeinsam Highlights wie die 950-Jahr-Feier im Jahr 2023 oder die Erhebung zur Stadt im Jahr 2025 erleben. Die sieben nun ausscheidenden Stadträtinnen und Stadträte haben Haar in den vergangenen Jahren und teilweise sogar Jahrzehnten geprägt und zu dem gemacht, was die Stadt heute ist und was sie so lebenswert macht.
Im Folgenden finden Sie meine Laudationes aus der Stadtratssitzung:
Karl-Heinz Bitzer
Knapp zwei Jahre im Stadtrat – das ist eine vergleichsweise kurze Zeit. Und doch gibt es Menschen, die auch in dieser Zeit bleibende Eindrücke hinterlassen. Karl-Heinz Bitzer gehört zweifellos dazu.
Du stehst für gelebte Demokratie – nicht als großes Schlagwort, sondern ganz konkret im Alltag. Immer dran an den Bürgerinnen und Bürgern, immer mit einem offenen Ohr für die Themen, die oft als „klein“ bezeichnet werden, in Wahrheit aber entscheidend für die Lebensqualität sind: die Sauberkeit in unseren Parks, Ordnung im öffentlichen Raum, das direkte Anliegen vor Ort. Du hast gezeigt, dass genau dort Politik beginnt. Deine Arbeit im Stadtrat war geprägt von einer klaren Haltung: konstruktiv, vernünftig und lösungsorientiert. Keine lauten Töne, keine schnellen Urteile – sondern ein verlässliches Mitwirken an sachgerechten Entscheidungen.
Besonders eingebracht hast Du Deine langjährige Erfahrung aus der Feuerwehr. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Haar und als unser „Mr. Feuerwehr“ hast Du einen Blick auf Themen, der aus der Praxis kommt. Dieses Wissen hast Du in die Arbeit des Gremiums eingebracht – etwa bei Vergaben oder sicherheitsrelevanten Fragen. Fundiert, realistisch und immer mit dem Anspruch, das Beste für unsere Stadt zu erreichen.
Und auch über das Rathaus hinaus zeigt sich Dein Engagement: Als einer der Aktivsten bei den Oldtimerfreunden hältst Du nicht nur die Geschichte der Feuerwehr lebendig, sondern schaffst Gemeinschaft und Begeisterung – mit Leidenschaft und Herzblut.
Lieber Karl-Heinz, Du hast in Deiner Zeit im Stadtrat deutlich gemacht, worauf es ankommt: Nähe zu den Menschen, gesunder Menschenverstand und echtes Engagement. Dafür sagen wir Dir heute herzlichen Dank.
Apostolos Kotsis
Sechs Jahre Stadtrat – eine Amtsperiode, in der man zeigen kann, wofür man steht. Apostolos Kotsis hat diese Zeit genutzt, um genau das zu tun: Haltung zeigen. Für Zusammenhalt. Für Integration. Und für die Menschen in unserer Stadt. Als Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss hat er Verantwortung übernommen – mit dem Blick für Sorgfalt und Verlässlichkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln. Doch sein Wirken ging weit über Zahlen und Formalien hinaus.
Apostolos Kotsis war in vielerlei Hinsicht ein Brückenbauer. Als Vorsitzender der Griechischen Gemeinde Haar hat er einen interkulturellen Verein geschaffen, der aus dem städtischen Leben nicht wegzudenken ist. Ob bei Festen, Veranstaltungen oder im alltäglichen Miteinander – er und die Griechische Gemeinde waren stets präsent, engagiert und verbindend.
Darüber hinaus war er so etwas wie ein inoffizieller Integrationsbeauftragter unserer Stadt. Immer ansprechbar, immer engagiert, immer mit dem klaren Ziel vor Augen, Menschen zusammenzubringen. Integration war für ihn kein abstrakter Begriff, sondern gelebte Praxis – im direkten Austausch, im persönlichen Einsatz, im täglichen Handeln.
Besonders wichtig war ihm dabei der Blick auf den „kleinen Mann“. Auf diejenigen, die nicht immer im Mittelpunkt stehen, deren Anliegen aber genauso zählen. Für sie hat er sich eingesetzt – mit Nachdruck, aber immer konstruktiv. Er hat gezeigt, dass Demokratie dort beginnt, wo man zuhört, wo man ernst nimmt und wo man sich kümmert.
Lieber Apostolos, Du hast in diesen sechs Jahren einen wertvollen Beitrag für unsere Stadt geleistet – als Stadtrat, als Brückenbauer und als engagierter Vertreter eines gelebten Miteinanders. Dafür sagen wir Ihnen heute herzlichen Dank!
Peter Paul Gantzer
Sechs Jahre Stadtrat mögen auf den ersten Blick wie eine überschaubare Zeit erscheinen. Doch wenn jemand wie Peter Paul Gantzer dieses Amt übernimmt, bringt er nicht nur Zeit ein – sondern ein ganzes politisches Leben.
40 Jahre im Bayerischen Landtag, viele davon in herausgehobener Verantwortung, unter anderem als Vizepräsident – dazu eine erfolgreiche Laufbahn als Notar und ausgewiesener Jurist, zudem Ehrenkommissar der bayerischen Polizei: Wer mit diesem Erfahrungsschatz in den Gemeinderat, später Stadtrat von Haar kommt, hebt das Niveau der Debatte spürbar.
Und genau das haben Sie getan, lieber Herr Gantzer. Ihre juristische Expertise, insbesondere im Baurecht, war für unsere Entscheidungen von unschätzbarem Wert. Sie haben präzise analysiert, klar argumentiert und auch dann nicht nachgegeben, wenn es unbequem wurde. Ihre Beiträge waren nie beiläufig – sie waren fundiert, pointiert und hatten Gewicht.
Ich darf an dieser Stelle auch ganz persönlich werden: Ich habe von Ihrer Art, Politik zu machen, viel gelernt. Sie haben mich von Beginn an nicht geschont – im Gegenteil. Sie haben mich mit den Gepflogenheiten professioneller Politik in einer Art Schnellkurs vertraut gemacht, der es durchaus in sich hatte. Eine harte Schule, ohne Zweifel – aber eine, die mir ein ordentliches Fell verschafft hat und für die ich heute mit einem Augenzwinkern und ehrlichem Respekt danke.
Neben Ihrer Arbeit im Rat haben Sie sich auch in zahlreichen Funktionen eingebracht: im Aufsichtsrat der Stadtwerke Haar und der DLH, in der Stromversorgung Haar GmbH sowie im Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Wohnungsbau. Und nicht zu vergessen Ihre Rolle als – liebevoll selbsternannter – Ortsvorsteher von Gronsdorf, wo Sie stets ein wachsames Auge auf die Entwicklung vor Ort hatten. Und selbst dort, wo man Sie vielleicht nicht sofort vermuten würde – etwa als Beisitzer im Kleingartenverein – zeigt sich: Ihr Engagement kennt keine Hierarchien. Es geht Ihnen immer um die Sache.
Sehr geehrter Herr Gantzer, Sie haben Ihre Erfahrung, Ihre Klarheit und Ihre Haltung in unsere Stadt eingebracht – und sie damit nachhaltig bereichert. Dafür sagen wir heute herzlichen Dank. Und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.
Ulrike Olbrich
Sechs Jahre Stadtrat – eine Amtsperiode, die oft unterschätzt wird. Denn gerade in dieser Zeit entscheidet sich, wie man Politik versteht: als Bühne – oder als verantwortungsvolle Aufgabe. Ulrike Olbrich hat sich klar für Letzteres entschieden.
Sie war im Rat nie die Lauteste, aber immer eine, die genau zugehört hat. Ruhig, sachlich, reflektiert – und dabei stets wissbegierig. Sie hat sich in Themen eingearbeitet, Fragen gestellt, Perspektiven abgewogen und immer wieder über den Tellerrand hinausgeblickt. Genau diese Haltung macht gute Kommunalpolitik aus.
Ihr Engagement beschränkte sich dabei nicht auf den Sitzungssaal. Als Verbandsrätin im Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen hat sie Verantwortung für die Bildungslandschaft übernommen. Als Aufsichtsrätin der Stadtwerke Haar und der DLH war sie eingebunden in zentrale Fragen unserer kommunalen Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Und als Beirätin der Musikschule hat sie sich auch für das kulturelle Leben in unserer Stadt eingesetzt.
Diese Bandbreite zeigt: Ulrike Olbrich hat ihre Aufgabe umfassend verstanden. Sie hat sich nicht nur in einzelne Themen vertieft, sondern das große Ganze im Blick behalten – sachlich, konstruktiv und stets mit dem Anspruch, gute Lösungen für Haar zu finden. Was sie dabei besonders auszeichnete, war ihre unaufgeregte Art. Keine schnellen Urteile, keine vorschnellen Positionen – sondern ein fundiertes, wohlüberlegtes Mitwirken an den Entscheidungen dieses Gremiums. Eine Stimme, die Gewicht hatte, gerade weil sie leise war.
Liebe Ulrike, Du hast in diesen sechs Jahren Deinen Beitrag für unsere Stadt geleistet – verlässlich, klug und engagiert. Herzlichen Dank dafür!
Antonius „Ton“ van Lier
Zwölf Jahre Stadtrat – zwei Amtsperioden im Dienst unserer Stadt. Das ist eine Zeit, in der man Spuren hinterlässt. Und Ton van Lier hat das auf eine ganz besondere Weise getan: mit wirtschaftlicher Kompetenz, klugem Sachverstand und einem feinen Gespür für Verantwortung.
Wer an Ton denkt, der denkt unweigerlich an den Rechnungsprüfungsausschuss. Dort war er nicht nur Mitglied, sondern über viele Jahre hinweg auch Vorsitzender – und damit eine tragende Säule für Transparenz, Sorgfalt und Verlässlichkeit im Umgang mit den Finanzen unserer Stadt. Seine Expertise war dabei nie Selbstzweck, sondern immer Mittel zum Ziel: fundierte Entscheidungen zum Wohl der Kommune zu ermöglichen.
Oder, um es mit den Worten unserer Kämmerin Petra Nöthel zu sagen: Ton van Lier hat sich über viele Jahre hinweg mit außerordentlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Weitblick für die Belange unserer Stadt eingesetzt. Seine fundierte Fachexpertise in der finanziellen Bewertung komplexer Vorhaben hat maßgeblich dazu beigetragen, diese verantwortungsvoll zu begleiten und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Und genau das war sein Markenzeichen: Er hat nicht nur Zahlen gesehen, sondern Zusammenhänge verstanden. Er hat hinterfragt, eingeordnet, abgewogen – und damit Entscheidungen auf ein solides Fundament gestellt. Sein Urteil hatte Gewicht. Nicht laut, nicht vordergründig – aber klar, präzise und verlässlich.
Ton war ein Ansprechpartner, auf den man sich verlassen konnte. Einer, der sich tief in Themen eingearbeitet hat und dessen Engagement weit über das Übliche hinausging. Gerade in Zeiten, in denen kommunale Haushalte unter Druck stehen, ist eine solche Haltung von unschätzbarem Wert.
Lieber Ton, Du hast unsere Stadt mit Deinem Sachverstand, Deiner Erfahrung und Deiner ruhigen, besonnenen Art bereichert. Dafür sagen wir heute herzlich Danke.
Thomas Fäth
18 Jahre Stadtrat – das ist kein kurzer Abschnitt. Das ist ein Stück gelebte Verantwortung für unsere Stadt. Und wer auf diese Jahre von Thomas Fäth blickt, der sieht vor allem eines: Verlässlichkeit, Sachorientierung und echtes Engagement für die Menschen in Haar.
Als Fraktionsvorsitzender der SPD in der laufenden Amtsperiode hast Du Verantwortung übernommen – nicht nur für Deine Fraktion, sondern für die Qualität der politischen Arbeit insgesamt. Du hast Diskussionen geführt, Positionen vertreten, Kompromisse gesucht – immer mit dem Ziel, tragfähige Lösungen für unsere Stadt zu finden.
Dein Wirken war dabei stets geprägt von einem klaren Blick für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Besonders deutlich wurde das bei Themen rund um Familien und Eltern. Du warst nah dran an ihren Sorgen und Nöten – und hast diese Perspektive in konkrete Projekte übersetzt. Die Eltern-App und die Bürger-App – bei beiden Projekten hast du mitgewirkt – sind dafür gute Beispiele: moderne, praxisnahe Instrumente, die den Alltag erleichtern und den Austausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft verbessern. Ideen, die nicht nur gut gemeint waren, sondern gut gemacht.
Auch im Rechnungsprüfungsausschuss hast Du Verantwortung übernommen – mit dem notwendigen Blick fürs Detail und einem klaren Anspruch an Transparenz und Sorgfalt im Umgang mit öffentlichen Mitteln. Und wer Dich kennt, weiß: Dein Engagement endet nicht an der Tür des Rathauses. Ob auf dem Spielfeld beim Stadtcup des TSV Haar oder im Miteinander über Fraktionsgrenzen hinweg – Du bist ein Teamplayer. Einer, der verbindet, nicht trennt.
Lieber Thomas, Du hast 18 Jahre lang Deinen Beitrag für Haar geleistet – ruhig, sachlich, verlässlich. Dafür sagen wir heute Danke. Und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute!
Gertraud „Traudl“ Vater
36 Jahre Stadtrat – das ist weit mehr als eine beeindruckende Zahl. Es ist ein Lebenswerk im Dienst unserer Stadt. Und doch beschreibt diese Zahl nur einen Teil dessen, was Gertraud „Traudl“ Vater für Haar bedeutet.
Denn Traudl Vater ist mehr als eine Kommunalpolitikerin. Sie ist – im wahrsten Sinne des Wortes – das soziale Gewissen unserer Stadt. Immer am Start für den Haarer Tisch, immer unterwegs für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wer Hilfe braucht, trifft auf Traudl. Nicht hinter einem Schreibtisch, sondern mitten unter den Leuten. Zuhörend, mitfühlend – und vor allem handelnd. Seit über drei Jahrzehnten gehören Ihre Dienstagabende dem Rathaus. Mit einer Verlässlichkeit und Konsequenz, die ihresgleichen sucht.
Doch Ihr Engagement reicht weit über den Sitzungssaal hinaus. Als Verbandsrätin im Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen haben Sie Verantwortung für die Bildungslandschaft übernommen. Als Aufsichtsrätin des Maria-Stadler-Hauses tragen Sie soziale Verantwortung in institutioneller Form. Im Büchereiausschuss, im Hauptausschuss der vhs, im Seniorenclub, im Gestaltungsbeirat des Jugendstilparks – überall bringen Sie sich ein. Still, unaufgeregt, aber mit großer Wirkung.
Ein besonderes Anliegen war Ihnen immer auch die Erinnerungskultur in unserer Stadt. Orte wie der Gerhard-Schmidt-Platz oder die Max-Isserlin-Straße stehen für ein Bewusstsein, das Sie mitgeprägt haben: Geschichte sichtbar zu machen und Verantwortung daraus abzuleiten. Auch die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem kbo trägt Ihre Handschrift. Und dann ist da dieses Bild, das viele in Haar kennen: Traudl Vater auf dem Fahrrad. Unterwegs. Bei jedem Wetter. Immer dorthin, wo sie gebraucht wird. Dieses Bild steht für alles, was Sie ausmacht: Nähe, Einsatz, Menschlichkeit.
Liebe Traudl Vater, Sie haben über Jahrzehnte hinweg gezeigt, was Kommunalpolitik im besten Sinne sein kann: engagiert, zugewandt, zutiefst menschlich. Sie haben unserer Stadt nicht nur gedient – Sie haben sie geprägt. Dafür sagen wir heute nicht nur Danke. Dafür erheben wir uns.
Weiter im Sitzungskalender geht es am 05.05.2026 mit der Konstituierenden Sitzung des Stadtrats, danach folgt am 19.05.2026 die erste „reguläre“ Sitzung des Stadtrats. Wie immer um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses – schauen Sie gern vorbei!