„Wir werden unsere Stadt weiterentwickeln, gestalten und stärken“ Antrittsrede von Dr. Andreas Bukowski, Erster Bürgermeister der Stadt Haar, im Rahmen der Konstituierenden Sitzung des Stadtrats Haar am 05.05.2026

Dr. Andreas Bukowski

Im Volltext und zum Nachlesen: Meine Antrittsrede als Erster Bürgermeister der Stadt Haar zur neuen Amtsperiode des Stadtrats von 2026-2032.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat,
liebe Haarerinnen und Haarer,

heute beginnt eine neue Amtsperiode – und ich verspreche Ihnen gleich zu Beginn: Es wird keine bequeme Zeit. Aber es wird eine wichtige. Und – wenn wir es richtig machen – eine richtig gute Zeit für unsere Stadt Haar.

Denn lassen Sie uns ehrlich sein: Unsere finanzielle Lage ist angespannt. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen, wir greifen auf Rücklagen zurück. Das kann man eine Zeitlang tun – aber auf Dauer ist das kein Modell. Wer dauerhaft mehr ausgibt, als er einnimmt, lebt nicht von seiner Stärke, sondern von seiner Substanz. Und genau deshalb müssen wir jetzt handeln. Klug, entschlossen und vor allem gemeinsam. Unser oberstes Ziel in den kommenden Jahren ist klar: Wir müssen unsere Einnahmen stärken. Und das bedeutet vor allem, die Gewerbeentwicklung konsequent voranzubringen. Neue Flächen schaffen, neue Unternehmen gewinnen, neue Arbeitsplätze ermöglichen.

Das Gewerbegebiet auf der Finckwiese ist dabei kein Projekt unter vielen – es ist ein Schlüsselprojekt für die Zukunft unserer Stadt. Gleichzeitig gilt: Jeder Euro, den wir ausgeben, muss sitzen. Wir werden unsere Ausgaben kritisch prüfen, Prioritäten setzen und unsere Mittel effizient einsetzen. Das ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir auch morgen noch gestalten können – und nicht nur verwalten.

Das alles wird nicht im Alleingang gelingen. Es braucht diesen Stadtrat. Es braucht jede und jeden Einzelnen hier im Raum. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Demokratie – sie sind ihre Stärke. Aber bei den großen Linien, bei den entscheidenden Fragen für unsere Stadt, müssen wir zusammenfinden. Nicht immer im Detail, aber im Ziel.

Denn die Aufgaben, die vor uns liegen, sind gewaltig. Die kommenden Jahre werden geprägt sein von den großen Investitionen, die wir gemeinsam auf den Weg gebracht haben:

  • Die Neugestaltung der Leibstraße – hin zu einer lebendigen, attraktiven Einkaufsstraße.
  • Der Ausbau unserer Wärmeversorgung – ein entscheidender Schritt für eine nachhaltige Zukunft.
  • Die Sanierung und Erweiterung unseres Gymnasiums.
  • Der Bau des Schulcampus mit FOS und Realschule – ein Meilenstein für unsere Bildungslandschaft.
  • Die Modernisierung der Sportanlage an der Vockestraße.
  • Die Sanierung von Straßen, Rad- und Fußwegen, von Wohnanlagen und unseres Bürgerhauses.
  • Und natürlich die Entwicklung des Gewerbegebiets Finckwiese.

Das sind keine kleinen Projekte. Das sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt – in Lebensqualität, in Bildung, in Zusammenhalt. Aber ich will auch nichts beschönigen: Diese Projekte werden uns fordern. Sie werden Zeit kosten, Nerven – und ja, auch Geduld. Es wird Baustellen geben, Einschränkungen, Diskussionen. Nicht jeder wird zu jeder Zeit zufrieden sein.

Doch ich bin überzeugt: Es wird sich lohnen.

Denn am Ende steht eine Stadt, die moderner, lebenswerter und zukunftsfähiger ist als heute. Viele von Ihnen haben diese Projekte bereits in den vergangenen Jahren mit auf den Weg gebracht, haben Ideen eingebracht, Entscheidungen getroffen, Verantwortung übernommen. Dafür danke ich Ihnen ausdrücklich. Das ist gelebte Kommunalpolitik – nah dran, engagiert und mit klarem Blick für das Gemeinwohl.

Und genau daran möchte ich anknüpfen.

Ich lade Sie alle ein: Bringen Sie sich ein. Diskutieren Sie, ringen Sie um die besten Lösungen. Aber verlieren Sie dabei nie das große Ganze aus dem Blick. Es geht nicht um Einzelinteressen. Es geht um unsere Stadt. Man muss nicht immer einer Meinung sein. Aber man muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Wenn uns das gelingt – wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn wir mutig entscheiden und konsequent handeln – dann werden wir Haar wieder auf solide finanzielle Füße stellen. Und mehr noch: Wir werden unsere Stadt weiterentwickeln, gestalten und stärken.

Lassen Sie uns genau das tun. Gemeinsam. Entschlossen. Für Haar.

Vielen Dank!